Skyline Spittelau

Neubau Bürogebäude  |  Projektentwicklung, geladener Wettbewerb, Planung  |  Auftraggeber*in: Porr Immoprojekt  |  2003  |  Wien

 

im Auftrag der Werkraum ZT-OEG

gemeinsam mit: Silja Tillner, Giral BeteiligungsverwaltungsgesmbH und CO-KG

 

Visualisierung: ZOOM VP

 


Office and more
Situierung
Das Bürohaus ist am städtebaulich markanten Kreuzungspunkt des äußeren Döblinger Gürtels und der Heiligenstädter Straße positioniert. Der Ort stellt sich als Eingangssituation vom Nordosten zum Gürtel dar und ist durch einen Übergang von einer räumlich kaum gefassten “Straßen- und Geleislandschaft“ zu einer Blockrandbebbaung charakterisiert. Er ist verkehrstechnisch gut erschlossen: U4/U6 Station Spittelau mit S-Bahn, die Straßenbahnstation der Linie D, die Buslinie 35a und die wichtigen überregionalen Straßen. Der Bauplatz umfasst einerseits den stillgelegten Ast der Stadtbahn in Richtung Heiligenstadt und andererseits die sich Richtung Heiligenstädter Straße hin öffnenden Fläche zwischen den beiden Stadtbahnbögenästen.

Erschließung
Der V-förmige Hof, den die beiden Bogenbauwerke der Stadtbahn aufspannen wird von drei Seiten her erschlossen. Die Fußläufige Haupterschließung des Gebäudes erfolgt über den Durchgang an der Heiligenstädter Straße. Am Übergang zum befahrenen Ast befindet sich ein weiterer Zugang zum Hof in Form einer Freitreppe. Die Einfahrt der Tiefgarage liegt am inneren Döblinger Gürtel, von dort ist auch der Hof über eine weitere Freitreppe zugänglich.

Bebauung
Der unbefahrene Ast der ehemaligen U6 auf den Stadtbahnbögen von Otto Wagner wird mit einem 180m langen Riegel überbaut, am Brückenpfeiler in einer kontinuierlichen Bewegung um die Ecke und schließlich an der Heiligenstädterstraße bis zum Straßenniveau geführt. Die Stadtbahnbögen und das Bürogebäude definieren eine großzügige Öffnung in den Hof, in der sich auch der Haupteingang in das Gebäude befindet. Weitere Eingänge befinden sich im Hof in Form zweier Erschließungstürme, die vor die Überbauung gesetzt werden.

 

Die Überbauung folgt in den Regelgeschossen den Stadtbahnbögen in Form eines leicht ausgebauchten Kreisbogens und schafft so einen spannenden Dialog zwischen dem „alten“ und dem „neuen“ gekurvten Gebäude. Das Geschoss über der Gleisebene bildet einen eingerückten, tansparenten Körper, der die Höhendifferenz der fallenden Stadtbahnbögen aufnimmt und die schwebende Wirkung des Überbauungskomplexes erzeugt. Das Gebäude folgt der Krümmung der ehemaligen Stadtbahnbögen und geht über einen Kegelstumpf in die schräg gestellte Fassade des Heiligenstädtertraktes über. Aus dieser Konfiguration ergibt sich die charakteristische Form, die zum Erkennungszeichen wird.
Die Dynamik des Gebäudes setzt sich zum Befahrenen Ast hin in einer nach außen gekippten Fassade fort. Hochzüge der Fassade auf der Heiligenstädter Straße dienen als Verblendung der Haustechnikaufbauten und Verstärken diese Wirkung noch zusätzlich.
Die Stadtbahnbögen werden mit unterschiedlichen Nutzungen belegt, und so ein attraktiver Innenhof mit öffentlichem Charakter geschaffen. Die Gestaltung des Hofes richtet sich nach dem Erschließungsbereich vor den Stadtbahnbögen und der darunterliegenden Garage.
Die Garage wird in form einer Rampengarage im Bereich des Zwickels zwischen den Stadtbahnbögen organisiert und besteht aus 3 Geschoßen.